das war HIBU 2005 - 8. Saisoneröffnung

Bericht über die BU-Saisoneröffnung 2005
geschrieben von Bluesman vom BU-Stammtisch Schleswig

HiBu steht an.
Donnerstag den 05.05.2005  08:00 Uhr strammes Aufstehen ist angesagt.Ein Blick aus dem Fenster verspricht eine starke Tour. HIBU  ist das Ziel. Wetter keine Frage, es ist hell und über den Rest  wird es z. Z. keine Fragen mehr geben. Am Ende des Tages werden wir mit einem vollen  Becher vom feinsten Whisky evtl. mal darüber reden wollen. 09:30 Uhr, Treffen bei Babsy und Torfi,  auch dort bereitet man sich schon auf den Ritt nach Hibu vor und  legt das letzte Zaumzeug an, man ist bereit. Noch schnell ein Käffchen  und los geht’s. Nein nicht ganz  Rosi, Lutz, Sabrina kommen noch zum Treffpunkt. Kurz vor der Abfahrt  kommt unser Silver  und liefert uns noch eine liebe Geste ab, er verabschiedet sich noch mal persönlich von uns. Wir  wollen noch ein Stück gemeinsam fahren.

1. Rast hinter dem Elbtunnel

Treffen mit MiAusBi

Die Uhr sie tickt. Mir brennt ein Sonnenstrahl ins Auge?  Verdammt ich hatte doch  eine Sonnenbrille auf, oh Schreck, wo ist sie nur hin? Egal? Nun ändern kann ich nichts mehr, wir sind auf dem Weg. An einer Ampel kurze Meldung an Silver, alles klar, er fährt noch mal zurück und schaut, ob und wo ich sie verloren habe. So ist das unter uns, es wird geregelt. Ob Silver die Brille gefunden hat, weiß ich noch nicht.
Wir wollen Schnecke und Diesel noch treffen und siehe da, wie vereinbart  reihen sich die beiden im Kreisverkehr  ein. Eine wirkliche Meisterleistung  war das eben, genau abgepasst. Wir fahren auf die Autobahn, willkommen auf der Road to Hibu,  die Straße gehört uns!  Wikinger greifen an, klar zum Entern!
Den ersten Aufreger gab es schon in Höhe Owschlag,  Torfi gibt Zeichen zum Überholen und „Diesel“ macht die Fahrbahn dicht, ich sehe es und will rüberziehen, doch plötzlich ist ein schwarzer BMW hinter mir, was dassss? So ein Spinner, scheiße schnell der Typ, ich wieder rüber, nicht dass noch andere rausziehen. Der zweite Hammer zeigte sich kurze Zeit später. Eine Gruppe Dänen zog an unseren Konvoi vorbei, was ja OK ist! Aber wieso fahren Sie auf einmal quer durch unseren Konvoi?? Aber auch das wird cool abgeklärt,  es passiert auch hier nichts. Es sollte aber nicht das letzte Ereignis sein. Kurz vor dem Elbtunnel war es, Torfi fährt an einer Zugmaschine vorbei und nun? Das gibt es doch nicht, der Arsch zieht doch glatt raus, „Babsy“ reagiert, bremst und zieht vom LKW weg!  Was soll Sie auch anders machen? Leider macht sie mir dadurch die Tür zu, was nun? Vollbremsung? Dann falle ich auf die Schnauze, das war mir klar und  bei diesem Abstand hätte ich Babsy auch noch abgeschossen. Es war einfach nur eng, keine Chance, unser Sicherheitstraining hat uns aufgezeigt, wie lang Bremswege sein können, ich ziehe auf die dritte Spur, ein reiner Reflex! Glück und noch mal Glück gehabt. Eines konnte ich mir jedoch nicht verkneifen, mein Mittelfinger der linken Hand bog sich elegant nach oben und mein Arm sollte folgen .Fuck you „Trucker“ Es ist nichts passiert und das zählt und ist wichtig.
Erste Tanke hinter dem Tunnel wartet  Micha „Hoecker“ schon auf uns. Hallo, großes Geknuddel und Begrüßen. Die Storys aus dem Erlebten werden kurz erzählt,  vieles ist  klar und Augen sprechen für sich.

Wir spulen die Meilen ab und haben weiterhin Glück. OK, ein Motorrad wurde noch von einem  Vogel beschissen  „lach“, es gab Wasser und auch das war geklärt. 19:10 Uhr geschafft! Ohne Unfall fahren wir auf das Gelände der Teutaten.  Willkommen zum 8ten  Bikertreffen in Hildburghausen.
Kawaholgi, Jutta Bernd und Ursel hatten uns einen Platz großzügig abgesperrt. Sie sind schon einen Tag früher gefahren „Danke an Euch“! Unsere Zelte sind schnell aufgebaut .Einige stellten fest, dass der Boden sehr steinig im Untergrund ist. Das war letztes Jahr auch schon so! Vergessen??

Jetzt sollte der gemütliche Teil kommen, nicht ganz,  denn einige hatten noch eine kleine Besprechung  in Sachen Amerikatour im Jahre 2006, der Veranstalter der Reise  war gekommen, um einige Sachen persönlich abzuklären und sich den Fragen zu stellen, die auch reichlich vorhanden waren. Neid?...... Ist keine Frage. Es ist schön zu sehen,  wie Menschen an Ihren Träumen arbeiten. Ich sehe wie die Uhr tickt und bald ist es so weit,  Freunde machen Ihren Traum war. Mir fällt ein Song von Reinhard Mey ein, „ich wäre gerne mitgeflogen“. Ein guter Bekannter setzt sich zu uns, braun ist er, von weit her angereist, Mr. Jacky ist da. Gute Gespräche sind die Folge. Zwei halten den Brückenkopf, begrüßen den Morgen und gehen um 06:00 Uhr zu Bett. Volle zwei Stunden gönne ich mir, dann hole ich Wasser. Zur Quelle ist es eine kleine Reise quer durch das Gelände, es könnte jedoch auch so sein, dass der Zustand in dem ich mich befinde, es mich nur so weit erleben lässt. Als ich zurückkomme, werde ich schon mit Freude begrüßt, „Wasser“ nicht nur für Kaffee. Mein Gaskocher entpuppt sich als Mega –Zippo, kein wirklicher Heizwert  ist in der Flamme enthalten. Warten, dass es kocht. So langsam gibt es wieder Leben auf dem Campground.

Einige von uns nehmen das Frühstücksangebot der Teutaten gerne an, supi Preise, nette Bedienung,  einfach nur schön und einfach gut. Der Vormittag dümpelt so seine Stunden ab. Offizielles Melden und Bänzel abholen. Und immer wieder knuddeln, so langsam lerne ich immer mehr Leute kennen  und  Leute erkennen auch mich „freu“. Dann erster Besuch im neuen BU-Zelt,  die Iduna lässt sich nicht lumpen und sponserte dieses. Die Zusammenarbeit trägt in beiden Richtungen Früchte. Hilton, Gaby, Biker-Bella, Tedy, Anne und Bine  aus Norderstedt, alle sind sie wieder dabei und redlich in ihrem Schaffen. Das Programm, es läuft an. Die erste Mucke ist von der großen Bühne aus zu hören. Das Wetter…..?? Ach reden wir nicht darüber,  es hat auch an diesem Tag wieder viele Seiten gehabt.

Man wandert zwischen Biker-Hügel und Campground, aber was ist das? Im Zelt der Fahrgemeinschaft der „Crocodiles“ aus Bayern hat man technische Probleme. Der Verstärker hat seinen Geist aufgegeben. Na, evtl. kann man ja helfen? Die Story des Lötkolbens vom letzten Jahr macht die Runde. Ich konnte das Jahr zuvor mal helfen, da ein Kabel sich gelöst hatte. Ich äußerte mich damals, frei nach dem Motto, na, dann lötet das Kabel einfach wieder an. Na klar, man hat ja auch einen Lötkolben zur Hand, war die Antwort. Klar hat man das und ich holte einen Gaslötkolben aus meinem Gepäck und verblüffte dann doch etwas. Auch jetzt habe ich mich nicht lange bitten lassen, hole mein Multimeter und Werkzeug ….und ja klar, den Lötkolben aus dem Gepäck. Auf ging es, der Verstärker wurde zerlegt. Na ja, so wirklich reparieren konnten wir diesen aber nicht. „Diesel“ hatte sich auch der Sache angenommen  und gab sein Bestes.

Man hat wieder Leben in die Kiste bekommen, nur der Sound war nicht perfekt, irgendwo war doch noch ein Kurzer im Teil. Ein störendes Brummen war die Folge. Ach was, macht aus das Teil, es sollte uns nicht weiter wehtun. Wir nahmen etwas „Arbeitslohn“ zu uns, lecker der Saft. Ich holte meine Gitarre und ab ging die Party  im Zelt. Wir haben gesungen und Spaß gehabt, die Bude, sie war voll. Sorry liebe Crocodiles,  dass wir Euch Euer Zelt besetzten  und Teile von Euch stehen mussten.
Wo waren nur Thomas und Jockel aus Norderstedt? Sie wollten doch auch  noch kommen?? Keine Sorge sie kamen auch noch und so konnten wir unseren Thomas ein kleines feines Geburtstagslied bieten. Er hatte am heutigen Freitag Geburtstag.

Nun warten wir auf das, was auf dem Bikerhügel stattfinden sollte. Es war Sünde für die Musiker, aber das Wetter spielte nicht die Noten, die die Musiker und das Publikum brauchten. Kalt, Regen, Hagel was soll da auch an Stimmung aufkommen? Für die Musiker tat es mir wirklich Leid. An dieser Stelle Euch ein Lob, ihr habt toll gespielt und Besseres verdient. Schade, aber es kann nur besser werden. Irgendwann zogen wir wieder Richtung Campground,  ein neuer Anlauf  mit Liedern auf der Gitarre zierte den Abend und die Nacht.

Am Samstag wurde ich durch lautes Abbauen geweckt und kletterte aus dem Zelt.  Ja mei, was is des??  Die Bayern sind am Packen?? Wie, warum?? Fragen sollten keine wirkliche Antwort bekommen. Man hat Einstimmig beschlossen  abzureisen?  Habe ich so schlecht gespielt? OK im Gitarrenkoffer lagen nur die 10 Cent, die ich evtl. selbst mal  da hinein gepackt habe, in der Zeit, wo Manu und Jolle geheiratet haben. Genau weiß ich das allerdings nicht mehr, ist ja auch egal. Ich bin erst mal zum Bikerhügel,  aber nicht ganz, denn aus dem  Zelt der BU hat man nach mir gerufen. Da ich gut hören kann, leistete ich Folge.
Man äußerte sich positiv zu meinem Aussehen. Na wenn das mal stimmt!?
Einige von uns sind ins Schwimmbad  nach Hibu gefahren. Andere machten die große Ausfahrt mit, es sollten so ca. 250 Motorräder gewesen sein, die daran teilnahmen.
Ich ging wieder zum Campground und ins Zelt. Auf einmal ging mein Handy, irgendjemand rief mich an, ich sollte wieder hoch kommen zum Bikerhügel  und auch den anderen Bescheid sagen. Welche Anderen?  Ja, ja, waren meine Worte und ich legte auf. Wer war das nur? Junge, Junge, die Nacht hat es wohl doch in sich gehabt. Nun, ich bin wieder hoch und dann sah ich Kawaholgi, Jutta, Bernd und Ursel. „Hier, das sollen wir dir noch von den Bayern geben“ und reichten mir eine Hand voll Dollar. Also doch nicht so schlecht gespielt. Dann haben wir uns noch was für den Magen gegönnt.Irgendwie, war mir eisig kalt und ich meldete mich ab, zum Pennen. Als ich im Schlafsack war, spürte ich mollige Wärme, ich wachte auf, als die Schwimmer zurückgekommen sind. Nebenbei hörte ich noch wie die Biker des Konvois eintrudelten. Fluchen zierte die Stille, es war nur am Regnen gewesen und kalt war es dazu auch noch. Aus diesem Grunde sind die Bikerspiele auch ins Wasser  gefallen. Sicherlich eine gute Entscheidung.

So langsam wurden Gerüchte laut, dass der Stammtisch Schleswig  wieder  die Chance auf  einen Pokal für die weiteste Anreise hat. Es sollte sich als richtig erweisen, denn Schleswig bekam den Pokal und Torfi nahm ihn entgegen. Größter Stammtisch ist Bielefeld geworden mit 22 Leuten, ein starkes Ding. Es gab auch noch Pokale für den ältesten gemeldeten Biker, das schönste Bike, größter Club etc.


Ein paar von uns wollten schon sehr früh zurück fahren und sind zurück zum Campground. Später folgten auch wir, machten uns ein Feuer und hielten Benzingespräche. Ein wenig quer der Spur ist Maddin (ein Franke)  noch zu uns gestoßen und hat uns mit unverständlichen Liedern erheitert. „Drunten…. in der Aue steht ein Birnenbaum blau ……“  Mit einem Ast ….?  Ich kann es nicht wiedergeben. Uns ging das Lied nicht aus dem Kopf.
Als Doris und Wolf an uns vorbei kamen, auf den Weg zu ihrem Zelt, sangen wir das Lied noch und die Antwort verblüffte uns mal wieder:
„Ach?  War der Maddin war da?“  Was sollte uns das sagen? Gar nichts, wir lachten nur herzlich. So nach und nach lichteten sich die Reihen unter uns. Nur zwei haben es sich wieder zur Aufgabe gemacht, über das Feuer und die Zelte zu wachen.
Es hatte den Vorteil, dass die Frühaufsteher eine wärmende Quelle vorfanden. Um 09:00 Uhr  musste ich aber zu Bett.  Nichts ging mehr, ehrlich gesagt. So habe ich die Abreise einiger nicht mehr mitbekommen. Man ließ mich grüßen.
Als wir wieder so richtig beisammen saßen, fragten wir uns, ob unsere Leute wohl und gut behalten zu Hause angekommen waren. Ein Auto war nicht mehr ganz in Ordnung gewesen,  es machte den Eindruck eines Kupplungsschadens. Die erlösende SMS erreichte uns  später, alle gesund zu Hause gelandet.
Den Sonntag nutzten wir, um uns zu erholen.
Als ich mich aus dem Schlafsack befreit hatte und den Biker-Hügel hoch ging, mussten einige über mich lachen. Hilton, Tedy, Gabi und  Torfi  gaben ihr Bestes, mir etwas Nettes zu sagen, was mein Outfit und Aussehen angeht.
Sie waren richtig fleißig gewesen und hatten schon alles abgebaut.
Etwas später sind sie auch auf die Reise gegangen, Richtung Heimat.

Die Teutaten haben uns noch am Abend eingeladen, dieses Angebot haben wir aber nicht mehr angenommen. Wir machten uns ein wärmendes Feuer, um an diesem fürstlich Abendbrot zu essen, dann haben wir die Tage Revue passieren lassen. Eines mag ich gerne verraten, wir haben sehr viel gelacht und mega Spaß gehabt. Irgendwann sind wir zu Bett, ein kleines Lachen hallte noch aus dem Zelt  *Downing Street No.10*  und gute Nacht.

Am nächsten Morgen „klar Schiff“ machen und packen. Meine Güte, was man alles so mit hat. Zwischen 10 - 10:30 Uhr rückten auch wir vom Gelände HiBu ab und machten uns auf den Weg. Nach ein paar Metern wurde uns schon klar, was auf uns zukommen sollte, die Kälte wird nicht das einzige Problem werden, wir sollten Recht behalten.
Eine große Regenfront mit starken Böen machte selbst gestandenen Männern es schwer, die Maschine zu halten. Der Gegenverkehr, die LKW’s machte die Sache auch nicht einfacher.
Ich kann da nur sagen, Respekt „Babsy“, Klasse durchgehalten. Torfi und ich
haben die Rücktour auch in den Knochen gespürt,  keine Frage. Und wir haben uns auch entschlossen, öfter mal Pause zu machen, die Sicherheit geht vor. So ist es nicht verwunderlich, dass wir erst um 21:30 Uhr wieder in Schleswig  eintrafen.
Müde, aber gesund.
Ich habe Babsy und Torfi noch nach Hause begleitet, ein paar Papiere
übergeben, die ich im Gepäck mit hatte. Ein kurzes Knuddeln und ab nach Hause. Dort angekommen, hatte ich nur einen Gedanken, ein heißes Bad, zwischendurch habe ich immer wieder heißes Wasser zulaufen lassen. Dann zu Bett, ich glaube es waren 3 Sekunden, dann habe ich tief und fest geschlafen. Es war ein tiefes Glück in mir, dieses Wochenende mit Freunden erlebt zu haben.
Außerdem hat sich auch der Verlust meiner Sonnenbrille zum Guten gewendet, Silver hatte sie gefunden und mir zum Stammtisch mitgebracht.

Dieser Bericht soll und ist  keine Dokumentation  vom HiBu – Event,  sondern Aufzeichnungen, wie ich es eben erleben konnte. Evtl. findet sich der Eine oder Andere ja darin wieder und hat auch ein leichtes Schmunzeln auf dem Gesicht! Ich kann nur sagen „Play the Blues to HiBu“.