das war HIBU 2007 - 10. Saisoneröffnung

Die 10. Saisoneröffnung der Biker Union in Hildburghausen

Auch im Jahr 2007 hieß es Anfang Mai Auf nach Hibu, und das nun schon zum zehnten Mal. Nachdem der Wettergott bereits im letzten Jahr so einigermaßen gnädig war, hat er es zum 10-jährigem Jubiläum der Saisoneröffnung so richtig gut mit den Bikern gemeint, für altgediente Hibu-Fahrer völlig ungewohnt, strahlte die Sonne bei fast sommerlichen Temperaturen das ganze Wochenende.

Wolfgang und Heike vom BU-Stammtisch Rhein-Neckar machten sich bereits am Freitag Mittag auf den Weg nach Thüringen (die beiden wurden auf der Messe Sinsheim im letzten Jahr angeworben, nur mal so anmerk). Nachdem Wolfgang sich nach etlichen Irrungen und Wirrungen nun endlich ein vernünftiges Motorrad angeschafft hat (eine Intruder, was sonst) und die beiden ja schon im letzten Jahr ihre Hibu-Entjungferung erfuhren, stand einer zünftigen Biker-Party nix mehr im Weg. Apropos Weg, der wurde diesmal angeblich auf Anhieb gefunden (im letzten Jahr hatte Wolfgang nach minutenlanger erfolgloser Suche auf seinem Hightech Navigationsgerät festgestellt, dass die Verwendung eines Speicherchips für Deutschland beim Auffinden der Route nach Hildburghausen hilfreich ist, auf dem Kartensatz für die Schweiz hat das Navi um´s Verrecken keinen Ort diesen Namens gefunden [wen wundert´s, ist ja auch kein ch drin, oddrr?]).

Derweil war Money, gebürtiger Eisenacher, nach einem Kurzurlaub in seiner Heimatstadt bereits auf dem Platz, Kinderspiel bei so ´ner kurzen Anfahrt.
Der Autor selbst musste die Fahrt mangels fahrbereitem Motorrad im Auto antreten, das ist erniedrigend, entwürdigend und frustrierend, wenn es wenigstens geregnet hätte, wäre das ein kleiner Trost gewesen, aber nicht mal das ist passiert. Schei...[zensiert] Hibu, nicht mal auf die Regen-Garantie der vergangenen Jahre ist mehr Verlass. Aber so konnte der Autor zumindest eine Mitfahrgelegenheit anbieten, Petra nahm das Angebot dankbar an (ich nehme nie wieder eine Frau im Auto auf ein Motorradtreffen mit, als ich gesehen habe was die für zwei Tage Camping gepackt hatte, wollte ich Übergepäck berechnen, aber wir haben ja auch Sachen für Alfred mitgenommen der erst am Samstag zu uns stoßen wollte). So machte sich die dritte Gruppe der Rhein-Neckarer also am Freitag Abend auf den Weg, aufgrund einiger Freitag-üblicher Verkehrsbehinderungen (hier hat der Autor sein Bike schmerzlich vermisst, nicht dass er jemals gegen die StVO verstoßen würde, aber die gelegentlich etwas kreativere Auslegung der Vorschriften in puncto Verhalten im Stau bringt manchmal Zeitvorteile) hat der Plan, das allseits beliebte Zelthalma noch bei Tageslicht zu beenden, nicht so ganz geklappt. Aber mit tatkräftiger Unterstützung durch Wolfgang und Heike hat das dann doch ganz gut funktioniert. Nachdem der Autor dann seine Dose vorbildlich vom Platz entfernt hatte, konnte der angenehme Teil der Party beginnen.

Erst mal Bikerdollar eintauschen, der Caterer zeigte sich umweltbewusst und hatte die Schleiz 2003-Dollar in Hildburghausen einer neuen Verwendung zugeführt. Der eine oder andere Gast hat sich bestimmt geärgert, dass er nicht zu Hause noch mal nach Altbeständen an Schleiz-Dollars geschaut hat. Und dann endlich eine frisch gezapfte kalte Hopfenkaltschale. Solcherart gestärkt begann das altbekannte Begrüßungsritual, erst mal schauen wer schon alles da ist, allgemeines Schulterklopfen, Händeschütteln, Knuddeln und Umarmen (je nach Bekanntheitsgrad und Geschlecht). Das kann in Hildburghausen bekanntermaßen eine ganze Weile dauern, trifft man hier doch eine Menge Freunde und Bekannte die man den ganzen Winter über nicht gesehen hat. Mittlerweile war schon die erste Life Band auf der Bühne, F.U.C.K. heizte den Gästen ordentlich ein, sicher sind die Geschmäcker verschieden, aber den meisten gefiel es offensichtlich, die Leute rockten ordentlich mit. Und für die Gäste, die sich lieber in Ruhe unterhalten wollen, ist das Gelände groß genug.

Irgendwie hatte der Autor mit seiner späten Anreise nicht nur für Spaß bei Zelthalma im Dunkeln gesorgt, sondern wohl auch das Freibier verpasst, irgendwie hatten alle Freunde schon erheblichen Vorsprung, eine bestimmte, mit einer gewissen körperlichen Präsenz gesegnete, hier namentlich nicht genannte (ich bin ja nicht lebensmüde) Person verwechselte mal kurz oben mit unten, oder wollte mal den Platz ausmessen (wie drücke ich das diplomatisch aus dass der sich im Suff auf den Hosenboden gesetzt hat?). Ja ja, wenn man bunte Lichter sieht oder verstorbene Verwandte mit einem reden, sollte man zwischendurch mal ein Wasser trinken (ja genau, das ist das wo Fische drin fi...[zensiert]).

Jedenfalls wurde der Abend lang, sehr lang, der eine oder andere konnte die samstägliche Ausfahrt ja ohnehin nicht mitmachen (mal so anmerk, und jetzt bitte eine Runde Mitleid), dann ist es ja egal wie spät oder früh man in´s Zelt kriecht.

Der Samstag begann gemächlich, erst mal den pelzigen Geschmack nach toter Katze aus dem Mund kriegen, eine Menge kaltes Wasser über den geplagten Adonis-Körper und Kaffee, viel Kaffee, wahlweise zur Abwechslung auch mal einen Kaffee. Nachdem das geklärt war, machten sich Wolfgang und Heike Richtung Marktplatz auf den Weg, der Autor vollendete seine Rehygienisierung mit, jetzt ratet mal, ... genau, noch einem Kaffee. Nachdem das schwarze Gold in der Tasse so langsam Wirkung zeigte, wurde es Zeit, sich den wirklich wichtigen Sachen zu widmen. Als einer der angehenden BU-Chronisten zog er mit Fotoapparat und Notizbuch bewaffnet über den Platz um erste Eindrücke festzuhalten und mit einigen Gästen zu reden.

Derweil kamen die Ausfahrer zurück, man sah glücklich strahlende, zufriedene Gesichter, und die Leute waren alle trocken! Ich echt, ohne Mist, man kann in Hibu tatsächlich eine Ausfahrt machen und trocken bleiben! Für einige altgediente Hibu-Besucher sicher eine ganz neue Erfahrung.

Gegen Mittag dann kehrte ein wenig Ruhe auf dem Platz ein, der eine oder andere holte noch ein wenig Schlaf nach, andere Gäste schlenderten über die Händlermeile oder saßen vor den Zelten und unterhielten sich (Feuer war dieses Jahr nicht erlaubt, wegen fehlendem Regen!), andere trieb es zum Partygelände um sich bei gepflegter Dosenmucke bei einem Kaffee oder Radler auf den Abend einzustimmen.
Irgendwann am Nachmittag schlug dann Alfred als Nachzügler der Rhein-Neckarer ein, aus irgendwelchen Gründen war der klatschnass, hat der unterwegs geduscht ?

Schließlich riss Lurchis Stimmgewalt die Gäste aus der Nachmittags-Lethargie, die Biker-Spiele wurden eröffnet. Wie schon im letzten Jahr moderierte Lurchie die Spiele eloquent (was immer das heißt, aber ich wollte das Wort schon immer mal verwenden), wortgewandt und mit dem ihm eigenen Charme. Und tatsächlich hat Lurchi inzwischen seinen eigenen Fan-Club, da könnte man fast neidisch werden.

Und so versuchten sich etliche Gäste in Bierkistenstapeln, Seilbahnabfahrt (wie soll man das nennen?) oder versuchten sich gegenseitig auf einem Holzbalken balancierend in die Schlammgrube zu schmeißen. Die traditionelle Hildburghausener Königsdisziplin Wer holt die Flasche Jacky von der Spitze des Holzpfahles wurde zu späterer Stunde im Teamwork von einer Gruppe mir leider unbekannter Gäste gewonnen, Prost.

Andere Gäste schauten einfach nur zu oder gaben derweil ihre Wertung für die Bike-Show ab. So verging der Nachmittag wie im Fluge. Am frühen Abend dann kam als zweiter Live Act Heaven´s Gate auf die Bühne, nachdem sie seit Jahren schon die Bikergottesdienste auf dem Marktplatz Hildburghausen musikalisch umrahmen nun endlich auch auf der Bühne auf dem Bikerhügel. Dem Publikum gefiel es, auch wenn der Platz vor der Bühne noch nicht rappelvoll war, die Gäste gingen mit. Obwohl bekennender Atheist muss der Autor anerkennen, Heaven´s Gate beweißt eindrucksvoll dass Glaube und Lebensfreude durchaus zu Rock´n Roll und Bikern passen können, wenn man es nur richtig anpackt, und Heaven´s Gate packt es richtig an, aber Hallo! Man darf auf weitere Auftritte dieser Band hoffen, vielleicht sogar zu einer etwas dankbareren Uhrzeit.

Nach der obligatorischen Pokalverleihung dann der Haupt Act , passend zum 10jährigen Jubiläum der Saisoneröffnung in Hildburghausen die Band Ten Years After. Da rockte die Bühne und die Fans rockten mit. Das Publikum tobte, der ganze Bikerhügel rockte, die Verpflichtung von Ten Years After war ein sicherer Goldgriff der Veranstalter.

Diesmal hat der Autor den Freibier-Ausschank nicht verpasst, wenn Hilton am Zapfhahn steht, fällt das dann doch auf. Schnell bildete sich eine Traube um den Ausschank, Hilton zapfte was das Zeug hält und die Gäste versuchten, schneller zu trinken als das Bier über den Tresen wanderte, soviel Aufmerksamkeit hat Hilton bei seinen Sicherheitsbelehrungen zur Sternfahrt nie.

Der Autor versuchte derweil seine Namens-Vetterin (Insider wissen wer gemeint ist) besoffen und damit hoffentlich willig zu machen, leider waren einige Rahmenbedingungen eher suboptimal. Ich verspreche Dir (und wenn der Schei[zensiert] hier wirklich veröffentlicht wird, hast Du das schwarz auf weiß), das nächste mal mache ich das wenn Du endlich volljährig bist und Dein Vater nicht direkt daneben sitzt ;o)

Kurz vor Mitternacht dann die heimlichen Favoriten des Autors, Stiefmutter. Vier reizende junge Damen mit einer Wahnsinns-Show, die sehen nicht nur gut aus und können richtig gut rocken, die reißen das Publikum förmlich mit. Leider wurde der Auftritt dieser Band von so einer komischen Exhibitionistin unterbrochen, nix gegen nackich machen, meinetwegen auch vor Publikum wer´s denn unbedingt braucht, aber muss man dafür die Band unterbrechen? Aber dem Publikum hat es offenbar gefallen und danach heizte Stiefmutter den Leuten weiter gewaltig ein. Nach diesem grandiosen Auftritt wurde noch lange Musik aus der Konserve serviert, trotz Feuerverbot sammelten sich die Gäste um die Feuerstellen (die scheinen selbst ohne Feuer eine magische Anziehungskraft auszuüben) oder vor der Bar und feierten noch bis in den Sonntag Morgen. So ging dann eine rundum gelungene Party zu Ende. Der Sonntag begann wie üblich mit halbwegs wiederherstellen des äußeren Erscheinungsbildes, Kaffee oder wahlweise komplettem Frühstück, Zelt abbauen, aufrödeln bzw. einladen und umfangreichen Abschiedszeremonien. So nach und nach traten alle den Heimweg an. Bleibt nur noch Danke zu sagen, ein riesengroßes Dankeschön an die Organisatoren von der Biker Union, die Teutaten und die Stadt Hildburghausen.

Jens Bache Beule

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Saisoneröffnung Bikerunion 2007 Hildburghausen

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Bericht in der BU aktiv

Seíte 1

Seite 2

Programmablauf (Änderungen vorbehalten)

Freitag: 4. Mai 2007
ab 12:00 Uhr Anreise
19.00 Uhr Offizielle Begrüßung
21:00

F.U.C.K.

Covers von HEAVY & ROCK Hits sind immer ihr Ding geblieben; dabei legen sie bei ihrem Repertoire Wert auf eine stimmige Mischung aus Klassikern und Aktuellem von verschiedenem "Härtegrad". Und da sie Deutsch genauso gut können wie Englisch, gibt's bei F.U.C.K. Konzerten von Metallica bis Rammstein allerhand Abwechslung auf die Ohren. Weitere Infos unter www.fuckband.de

Samstag: 5. Mai 2007
ab 7:00 Uhr Frühstück 
10:30 Uhr Abfahrt zum Marktplatz
11:00 bis 11:45 Uhr

Gottesdienst
traditionell mit der christlichen Rockband "Heaven´s Gate" auf dem Marktplatz in Hildburghausen

12:00 Uhr Abfahrt zur Rundfahrt durch den Thüringer Wald ab dem Marktplatz
ab 15.00 Uhr Bikerspiele auf dem Platz
19:00 Uhr

Heavens Gate
Die Band steht seit ihrer Gründung im Jahr 1994 für die christliche Band- und Rockmusikszene in Thüringen. Zur ursprünglichen Besetzung gehört heute nur noch Ronald Hopf, der auch als Initiator, Komponist und Arrangeur gelten kann. Zu den über einhundert Konzerten und Events der Band zählen Auftritte zum Bikergottesdienst auf dem Marktplatz von Hildburghausen, bei verschiedenen Kirchentagen in Thüringen, aber auch in Stuttgart und Leipzig oder auf der Expo 2000 in Hannover. Auch der Manager der Band, Pfarrer Joachim Neubert, begleitet die Band seit der ersten Stunde. Weitere Infos unter www.heaven-sgate.info

21:00 Uhr

Pokalverleihungen

21:30 Uhr

Ten Years After Die Woodstocklegende in Hildburghausen!!!
Es gibt Bands, bei denen die pure Nennung des Namens den Fans Glanz in die Augen treibt. Ten Years After gehören dazu. Ihr Stil ist einmalig und der Sound der Band unverwechselbar.
Alvin Lee an der Gitarre, Leo Lyons am Bass, Keyboarder Chick Churchill, und der nicht verwandte Ric Lee am Schlagzeug: Sie gründeten 1967 in Nottingham (UK) Ten Years After. Sie spielten Jazz und Hard Rock. Im Marquee Club in London und beim National Jazz u. Bluesfestival zu Windsor, kamen die vier groß raus. Und Alvin Lee wurde zum Superstar.
Mit Cricklewood Green und Watt (1970) kamen 20.000 Leute nach New York um Ten Years After zu erleben. "Love Like A Man" war der absolute Topseller und "A Space I Time" mit "I`d Love To Change The World" waren 1971 Spitze. "Rock u. Roll Musik To The World" und "Choo Choo Mama" kamen ein Jahr später und natürlich in viele Plattenschränke.
Nach "Positive Vibrations" und einer Abschiedstournee gingen die Vier dann eigene Wege. Im Streit, im ernsthaften Streit wohl gemerkt, haben sie sich nicht getrennt, denn Ten Years After leben weiter, leben noch heute. Nur Alvin nahm endgültig Abschied von seiner ehemaligen Band. Die haben lange gesucht bis sie einen adäquaten Ersatz für ihren kongenialen Frontmann gefunden haben: in Joe Gooch erschien Leo Lyons, Chick Churchill und Ric Lee als der Gitarist, der Alvin vergessen machen kann. Das findet übrigens auch das Publikum, denn wenn Ten Years After heute live loslegen, dann vermisst man nichts - nicht einmal Mr. Lee. Weitere Infos unter www.ten-years-after.com

ca. 24:00 Uhr
(in der Pause)
Mitternachtsstrip
23:30 Uhr

STeifmutter

Die vier Mädels aus Berlin setzen auf stimmgewaltige, handgemachte Rockmusik in klassischer Besetzung statt mit ihren Hintern nur zu herzlosen Playbacks zu wackeln. Oxana (Voc), Peggy (Git/Voc), Anja (Bass/Voc) und Sabine (Drums/Voc) haben es sich in den Kopf gesetzt, mit starken Gitarrenriffs, geballter Power und guter Laune jedem Publikum kräftig einzuheizen. Spaß und Lebensfreude stehen im Vordergrund. Dank der Zusammenarbeit mit der Agentur LMC kann die Band einen ausgefüllten Tourenkalender präsentieren. Das Live-Programm besteht aus einer Mischung aus eigenen und Coversongs (z.B. von H-Blockx, Billy Idol, Nirvana, The Offspring, Nickelback, Die Ärzte, Blur, Guano Apes, Rammstein) und kann je nach Bedarf bis zu einer Länge von 3 Stunden zusammen gestellt werden. Weitere Infos unter www.stiefmutter.net

Sonntag 6. Mai 2007
ab 7:00 Uhr Frühstück - und ausgenüchert die Heimfahrt antreten
ab 8:00 Uhr kostenlose Alkoholkontrolle auf dem Platz - ein Service der Thüringer Polizei